Uhlandstraße

Um die verschiedenen energetischen und finanziellen Anforderungen einer Gebäudemodernisierung erfüllen zu können, wurde das Ingenieurbüro Pitbau im Juni 2009 beauftragt, eine Energieberatung am betrachteten Haus durchzuführen.

Leistungen

  • Bestandserfassung der thermischen Hülle und der Anlagentechnik
  • Erarbeitung von Sanierungskonzepten nach KfW-Kriterien
  • energetische und ökonomische Auswertung
  • Ausstellung eines Energieausweises

Eckdaten

  • Dreifamilienhaus
  • Baujahr ca. 1930
  • KfW-Haus

zum Bauvorhaben

Die Sanierung des Dreifamilienhauses aus den 1930er Jahren sollte auf Wunsch des auftraggebenden Vermieters mithilfe eines zinsgünstigen KfW- Kredits finanziert werden. Das Ingenieurbüro Pitbau erstellte dabei mehrere Modernisierungsvarianten für das Gebäude, um das passende Finanzierungskonzept zu finden.

Bestandsaufnahme

Um die energetischen Einsparpotenziale des Objektes zu spezifizieren, wurden die Wärmeverluste analysiert. Dabei haben die Transmissionswärmeverluste mit 65 % den höchsten Anteil. Diesbezüglich weisen die Außenwände und die Kellerdecke die größten Potenziale zur energetischen Einsparung auf.

Wärmeschutz/Energieberatung

Um KfW-Förderungen zu erhalten, müssen die Transmissionswärmeverluste, sowie der Primärenergiebedarf auf ein bestimmtes Maß gesenkt werden. Hierfür erarbeitete das Ingenieurbüro Pitbau sechs verschiedene Sanierungsvarianten, von denen im Folgenden vier kurz vorgestellt werden:

  • Variante 1: Dämmung aller Außenwände nach KfW- Anforderungen
  • Variante 2: Dämmung aller Außenwände und der Kellerdecke nach KfW- Anforderungen
  • Variante 3: Dämmung aller Außenwände und der Kellerdecke + zentrale Warmwassererzeugung über bestehende Heizungsanlage + Unterstützung der Warmwasseraufbereitung mit einer Solarthermieanlage
  • Variante 4: Dämmung aller Außenwände und der Kellerdecke + Ersetzen der bestehenden Heizungsanlage durch einen Holzpelletsofen zur Raumwärmeerzeugung

Ergebnisauswertung

Aufgrund der Dämmmaßnahmen am Haus kann der Endenergiebedarf beim Vergleich mit dem Bestand um fast die Hälfte gesenkt werden und die Kosten von ca. 800 bis 1100 € pro Jahr vermieden werden. Durch die Erfüllung der KfW-Kriterien kann deren zinsgünstiger Kredit für Einzelmaßnahmen (Programm:152) in Anspruch genommen werden.

Betrachtet man für die Sanierung zusätzlich die Anlagentechnik (Varianten 3 & 4), sinken sowohl der Primärenergiebedarf als auch die Transmissionswärmeverluste. Damit werden die Anforderungen eines KfW- Energieeffizienzhauses erfüllt.

Es werden zu den günstigen Zinsen Tilgungszuschüsse über das Förderprogramm für Energieeffizienzhäuser gewährt. Aufgrund der erhöhten Energieeffizienz sinken die Energieverbrauchskosten und es resultieren jährliche Kosteneinsparungen von ca. 1700 € (Variante 3) und 400 € (Variante 4).

Es können bei den Einzelmaßnahmen der Endenergiebedarf und auch die Energieverbrauchskosten gegenüber dem Bestandsgebäude gesenkt werden. Zum Erreichen des Status eines Energieeffizienzhauses sind Investitionen in die Haustechnik nötig. Durch die Inanspruchnahme von Förderprogrammen ist es dem Hauseigentümer möglich, die zusätzlichen Maßnahmen zinsgünstig zu finanzieren.

Als Vermieter bleibt ihm weiterhin die Möglichkeit, das aufgebrachte Kapital langfristig in die Bilanzsumme einfließen zu lassen.

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