Straße 36

Im März 2010 beriet das Ingenieurbüro Pitbau den Eigentümer eines Einfamilienhauses hinsichtlich des energetischen Verbesserungspotentials seines Gebäudes. Auf der Grundlage des angefertigten Energieberatungsberichts sollte ein wirtschaftlich sinnvolles Sanierungskonzept gefunden werden.

 

Leistungen

  • Analyse des Bestandsgebäudes
  • Energie- und Stromsparberatung
  • Bewertung von sieben Sanierungsmaßnahmen und Vergleich mit dem Bestand

Eckdaten

  • Einfamilienhaus
  • Massivbauweise
  • Baujahr 1935

Bestandsaufnahme

Das Wohngebäude wurde im Jahre 1935 erbaut und besteht aus einem Haupthaus und einer Gebäudeerweiterung. In den 1980er Jahren wurde das Dachgeschoss ausgebaut, die Außenwände blieben jedoch ungedämmt. Die mit Steinkohle und Erdgas betriebene Heizungsanlage sollte im Zuge der bevorstehenden Sanierung erneuert werden.

 

Energieberatung

Im Rahmen der Energieberatung wurde durch das Ingenieurbüro Pitbau untersucht, welche Auswirkungen die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen auf die energetische Effizienz des Hauses haben und welche finanziellen Vorteile sich daraus ergeben würden. Dabei wurden sieben Varianten zur Energieeinsparung berücksichtigt, von denen im Folgenden drei näher beschrieben werden:

 

Variante 1:

Dies ist die günstigste Variante, bezogen auf die Investitionskosten. Hierbei wurde der Kundenwunsch, die Heizungsanlage durch einen erdgasbetriebenen Brennwertkessel zu ersetzt, bewertet.

Variante 2:

Um die Energieeffizienz des Hauses zu steigern und die Wärmeverluste zu senken, wurden verschiedene Dämmmaßnahmen untersucht. Bei einer Optimierung der Gebäudehülle hatte der Hauseigentümer den Wunsch, die Fassadeansichten des Haupthauses zu erhalten. Daher wurden die zweischaligen Außenwände des Hauptgebäudes mit einer Kerndämmung betrachtet. Die übrigen Wände konnten von außen gedämmt werden. Die Heizungsanlage aus Variante 1 wurde hierbei übernommen.

Variante 3:

Um dem Kunden verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, das Energieeinsparpotenzial nochmals zu erhöhen, wurden zur Variante 2 weitere Maßnahmen bewertet. Hierbei wurde die Anlagentechnik um eine Solarthermieanlage zur Trinkwarmwasserversorgung erweitert und eine verbesserte Außenwanddämmung betrachtet.

Einsparpotential

Beim Austausch der bestehenden Heiztechnik (siehe Variante 1) kann der Primärenergiebedarf um 32% gesenkt werden. Wird zusätzlich eine Dämmung des Hauses nach den Wünschen des Kunden durchgeführt (siehe Variante 2), könnte der Bedarf halbiert werden. Mit der Sanierungsvariante 3, also mit einer Solarthermieanlage, könnte der Energiebedarf im Vergleich zum Bestand um rund 68% verringert werden.

jährliche Kosteneinsparung:

  • Bei der ersten Variante könnten pro Jahr die Brennstoffkosten um 244,€ gegenüber dem Bestandsgebäude gesenkt werden.
  • Mit der Variante 2 wurde für die jährlichen Einsparung an Brennstoffkosten 939,€ ermittelt.
  • Gegenüber Variante 1 ermöglicht die dritte Variante eine sechsfache Kosteneinsparung pro Jahr.

 

Ergebnisse

Wie sich durch die Energieberatung herausstellte, gab es ein erhebliches Verbesserungspotential. Schöpfte der Bauherr alle Möglichkeiten aus, könnte er 1418 € pro Jahr sparen. Die Energieberatung ermöglichte es dem Bauherrn, sein persönliches Konzept zu finden und die Variante zu wählen, die seinen finanziellen und energetischen Ansprüchen gerecht war.

 

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